ACOUSTIC BAR SONGS & ROCK N ROLL!
TIM BEAM mischt Hardrock und Singer/Songwriter Style gekonnt zu hochkarätigen, eigenwilligen Songs. Denn der Song als solcher ist ihm wichtig. Live wechselt er von seiner geliebten Les Paul zur Westerngitarre und zurück. Es gibt Schweiss, Riffs, Refrains, gerne mal ein Gitarrensolo und - immer dazwischen - sehr intime Töne vom Barhocker. Als wenn sich Tom Petty & Axl Rose zu einer Party an einem Baggersee im Breisgau treffen würden, um den dortigen Badenixen ein wenig unter die Röcke zu spitzeln.
Tim Beam & The Dead Flowers:
Beam: Gesang, Gitarre
M.C. Ugh: Lead Gitarre, Gesang
Jonny Guitar: Bass
Andy the Jet: Drums
Tim Beam
Beam: Gesang, Gitarre
M.C. Ugh: Gitarre, Gesang
Knipper: Gitarre, Gesang, Percussion, Harp

Hallo ihr lieben Freunde,
urspruenglich sollte hier einmal so eine Art Bandhistorie stehen, die unsere sagenhafte Karriere fuer die Fans nachvollziehbar macht. Natuerlich haben wir in der ganzen Zeit, seitdem wir uns hirnverbrannterweise dazu entschlossen haben, Rockmusiker zu werden, eine Menge erlebt und vieles davon waere sicher auch nierderschreibenswert. Aber irgendwie fehlt mir der Elan.
Ausserdem - mit an solchen Stellen normalerweise ueblichen Superlativen wie millionenfache Verkaufszahlen, dem ersten Stadionkonzert einer westlichen Band auf Madagascar, skandaloesen biografischen Details (meist zeruettete Kindheit, in der man von der haesslichen Stiefmutter des Kindergartenkumpels entjungfert wurde usw.) koennen ich und meine Jungs nur bedingt aufwarten.
Belassen wir es also einfach dabei, dass ich irgendwann mit diesem seltsam hartnaeckigen Virus namens Rock N Roll infiziert wurde. Die musikalische Einfluesse kann man unserer Musik anhoeren, die brauche ich also hier nicht auflisten (aendert sich ja auch staendig). Nur soviel: Bryan Adams & Foreigner gehoeren nicht unbedingt dazu. Wer den Unterschied nicht merkt.... nicht mein Problem.
In Freudenstadt, wo ich zur Schule ging, war es als Jugendlicher ziemlich langweilig, wenn auch die Landschaft sehr schoen geradlinig war (Wald, Wald, Wald und damit es nicht zu kompliziert wird ausschliesslich Nadelwald). Internet und Computerspiele hatten wir ja nicht, im Fernsehen gab es nur drei Programme - also war eine Rockband zu gruenden aus damaliger Sicht das einzig Vernuenftige. Heute weiss ich es natuerlich besser aber es ist zu spaet.
Und da es in der Schule selbst auch oede war, entdeckte ich eines schoenen Morgens in einer ekelhaften Chemiestunde, dass man mit einem Stift und einem Blatt Papier, ein paar Worten und einer Melodie im Kopf ruckzuck in fernste Laender, an die coolsten Plaetze und zu den schoensten Maedchen fliegen konnte. Ich begann Songs zu schreiben. Und Songs wurden fortan mein Lieblingsausdrucksmittel fuer alles, was mich bewegt, beruehrt oder einfach nur raus muss. Songs schreiben wurde meine Sprache.
Einen eigenen Song auf einer Buehne zu spielen, die Dynamik der Band und des Publikums zu fuehlen - das ist fuer mich das Groesste. Und dass es in all der Zeit immer Leute gab, die diese Songs mochten, von ihnen beruehrt wurden, die sie vielleicht ihren Freunden vorgespielt haben, die sich zu diesen Songs verliebten oder einfach mit uns und der Musik gefeiert haben; dass wir also in all den Jahren immer wieder ein Publikum hatten, dem unsere Musik genauso wie uns etwas bedeutet hat, das freut mich und die Band echt, denn Rockmusik ohne Fans ist wie alkoholfreies Bier. Man macht es zwar aber es wirkt nicht. Also danke dafuer ihr alle da draussen.
Wer nun wirklich noch mehr wissen moechte, z.B. wie das damals war als Knipper in die Band kam, obwohl er keine Frau ist, warum M.C. eine Telecaster spielt, obwohl er doch eigentlich Richie Blackmore den Stratspieler verehrt, warum die DEAD FLOWERS so viele Drummer (aktueller Stand 11) und Basser (ca. 8) verschlissen haben, wie es in Polen und Australien war, warum Andy und Jonny Brueder sind usw. usw., wer diesen ganzen unnuetzen Kram wirklich wissen will, der kommme doch einfach auf ein Konzert und spreche uns an. Der Vorteil daran, dass man nicht so beruehmt ist wie Mick Jagger, ist naemlich a) dass man unerkannt einkaufen gehen und sich b) nach Konzerten entspannt mit dem Publikum an die Bar setzten kann, um ueber Gott, die Welt, das Universum und den ganzen Rest zu reden.
In diesem Sinne: See ya out there you crazy freaks: Und nicht vergessen: Rock N Roll siegt immer!
Tim Beam
Freiburg im Oktober 2010
P.S. Warum kann dieses doofe Webprogramm eigentlich keine Umlaute????